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Arbeits- und Gesundheitsschutz 2

3-Tages-Seminar

Die Gefährdungsbeurteilung - Gefahren erkennen und vermeiden

In diesem Aufbauseminar gehst Du den nächsten Schritt vom theoretischen Wissen in die praktische Umsetzung. Du lernst, wie betriebliche Belastungen und Gefährdungen systematisch erkannt, bewertet und reduziert werden. Die Gefährdungsbeurteilung wird dabei als zentrales Werkzeug im Arbeits- und Gesundheitsschutz vorgestellt – praxisnah und direkt anwendbar.

Du wirst vertraut mit den rechtlichen Grundlagen und erfährst, wie Du als Interessenvertretung Handlungsmöglichkeiten ableitest, um Arbeitsplätze gesünder und sicherer zu gestalten. Anhand praktischer Beispiele erkennst Du typische Gefahrenquellen im Betrieb und lernst, wie Du diese effektiv minimierst.

Nach dem Seminar bist Du in der Lage, Gefährdungen systematisch zu beurteilen, Schutzmaßnahmen gezielt umzusetzen und das Arbeitsschutzmanagement im Betrieb praktikabel und von den Kolleginnen und Kollegen akzeptiert zu gestalten. Du stärkst damit nicht nur die Sicherheit am Arbeitsplatz, sondern trägst aktiv zum Erhalt der Gesundheit Deiner Kolleginnen und Kollegen bei – Theorie und Praxis verbunden für eine wirksame Interessenvertretung im Arbeitsschutz.

Arbeits- und Gesundheitsschutz 2

Inhalte

  • Die Gefährdungsbeurteilung
    • Verpflichtung oder Schutz
    • Rechtsgrundlagen
    • Umsetzung
    • Folgen
  • Überlastungsanzeige
    • Rechtsgrundlagen
    • Ausführung
    • Konsequenzen
  • Unterstützungsmöglichkeiten
  • Hilfsmöglichkeiten für Beschäftigte
  • Arbeitnehmerhaftung
  • Rechte der Arbeitnehmer
  • Pflichten der Arbeitgeber
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

Seminar inklusive

  • Lexikon: Arbeitsschutz und Mitbestimmung von A bis Z ( Fortunato, Wulff)
  • Seminarunterlagen

 

Hinweise

  • Dieses Seminar ist geeignet für Teilnehmer, die bereits Vorkenntnisse haben.
     
  • Ein vorheriger Besuch des Seminars: Arbeits- und Gesundheitsschutz 1 wird empfohlen.

 

Schulungsanspruch

Betriebsräte 
haben laut § 37 Abs. 6 Betriebsverfassungsgesetz Anspruch auf die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, soweit diese Kenntnisse vermitteln, die für die Arbeit des Betriebsrates erforderlich sind. Dies gilt grundsätzlich für alle hier vorgestellten Seminare. Das Teilnahmerecht besteht darüber hinaus auch bei Seminaren, die besonderes Wissen vermitteln und einen Bezug zur aktuellen oder in naher Zukunft anstehenden Aufgaben des Betriebsrats haben. Dem Betriebsrat steht bei der Frage, ob ein Seminar erforderlich ist, ein Beurteilungsspielraum zu.

Schwerbehindertenvertretung
gerade die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen bedürfen einer besonders sorgfältigen Schulung auf allen Gebieten, auf denen sie Kenntnisse zur Ausübung ihres Amtes benötigen, da sie eine besonders schutzwürdige Arbeitnehmergruppe vertreten und dabei weitgehend auf sich gestellt sind (LAG Berlin vom 19.05.1988 – 4 Sa 14/88). Die Grundlage für den Anspruch der Schwerbehindertenvertretung auf Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen ist im Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) zu finden. Der Schulungsanspruch ist dort in § 96 Abs. 4 SG IX geregelt: Die Kosten hierfür trägt der Arbeitgeber (§ 96 Abs. 8 SGB IX).

Jugend- und Auszubildendenvertretung
haben laut § 65 Abs. 1 in Verbindung mit § 37 Abs. 6 und § 40 Abs. 1 BetrVG Anspruch auf die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, soweit diese Kenntnisse vermitteln, die für die Arbeit des JAV erforderlich sind. Der Arbeitgeber ist zur Freistellung der JAV-Mitglieder und Kostenübernahme bei erforderlichen Seminaren verpflichtet. Seminare sind erforderlich, wenn die vermittelten Inhalte zur Erfüllung der Aufgaben und Pflichten als JAV benötigt werden. Auch Ersatzmitglieder der JAV können einen Anspruch darauf haben, ein Seminar zu besuchen. Voraussetzung dafür ist, dass das Ersatzmitglied in der Vergangenheit häufig zur JAV-Arbeit herangezogen worden ist und dies auch für die Zukunft zu erwarten ist (BAG, Beschluss vom 19.09.2001, 7 ABR 32/00).

Personalräte
haben nach § 46 Abs. 6 BPersVG und den entspr. landesgesetzlichen Vorschriften Anspruch darauf, dass seine Mitglieder zur Teilnahme an Schulungen unter Fortzahlung der Dienstbezüge freigestellt werden, wenn die Schulung für die Personalratsarbeit erforderliche Kenntnisse vermittelt. In Grundschulungen werden die notwendigen Kenntnisse vermittelt für Personalratsmitglieder, die noch keine ausreichenden Kenntnisse des geltenden Personalvertretungsrechts besitzen, damit das Personalratsmitglied seine Tätigkeit im Personalrat überhaupt sachgemäß ausüben kann. Einen Anspruch auf eine Grundschulung haben – ohne dass es der Darlegung der Erforderlichkeit bedarf (BVerwG 25. 6. 1992, ZfPR 1992, 168) – alle erstmals gewählten Mitglieder des Personalrats sowie der Jugend- und Auszubildendenvertretung, u.U. auch Personalratsmitglieder, die nach langer Zeit wieder in den Personalrat einrücken. An Spezialschulungen darf – abhängig von der Größe der Dienststelle sowie Art und Umfang der beteiligungspflichtigen Angelegenheiten – regelmäßig nur ein einziges Personalratsmitglied/mehrere einzelne Personalratsmitglieder teilnehmen (BVerwG 11. 7. 2006, ZfPR online 11/2006, S. 2) und zwar dasjenige/ diejenigen, das/die mit dem in der Schulung vermittelten Fachgebiet entweder gegenwärtig oder in naher Zukunft befasst ist/sind bzw. befasst sein wird/werden. Für Spezialschulungen muss also stets ein aktueller Bedarf des konkreten Personalratsmitglieds im Hinblick auf die Wahrnehmung seiner besonderen Aufgaben im Personalrat dargelegt werden.

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Termine

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24.05.2027 26.05.2027 Fulda Fulda City AS2-27103 Buchen
13.12.2027 15.12.2027 Fulda Fulda City AS2-27055 Buchen

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