Protokoll- und Schriftführung 2

Protokollführung & Schriftführung im Betriebsrat effektiv und rechtssicher gestalten

Betriebsräte müssen ihren Forderungen oft durch gekonnte schriftliche Stellungnahmen Nachdruck verleihen. Hierzu musst du Beschlüsse, Stellungnahmen und Schreiben des Betriebsrats rechtsverbindlich, kompetent formulieren können. Von der Einladung bis zur Niederschrift. Im Seminar lernen die Teilnehmer die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Formulierung von Beschlüssen. Hier lernst du sämtliche formalen und inhaltlichen Anforderungen für den Schriftverkehr im Betriebsrat kennen.

Dieses Seminar richtet sich vor allem an Schriftführerinnen und Schriftführer, Vorsitzende des Betriebs- oder Personalrats, deren Stellvertreterinnen, Stellvertreter und Jugend- und Auszubildendenvertretungen.


Inhalte

  • Vorbereitung der BR Sitzung
  • Tagesordnung und Zugang
  • Sitzungsprotokoll- bzw. Niederschrift
  • Ziel und Zweck der Niederschrift
  • Rechtsvorschriften
  • Übertragung von Aufgaben an Ausschüsse oder den GBR
  • Formulierung von Widersprüchen gemäß § 102 BetrVG
  • Formulierung von Zustimmungsverweigerungen gemäß §99 BetrVG
  • Formulierung eines Beschlusses gem.§ 37 (6) BetrVG / Schulungen
  • Anmeldung und Häufigkeit von BR-Schulungen und Fristen
  • Stil schriftlicher Erklärungen
  • Konfliktvermeidung

Seminar inklusive

  • Buch: Beschlussfassung im Betriebsrat 
    (Eberhard, Haedge, Nitzsche)
  • Seminarunterlagen

Hinweise

Vorkenntnisse werden für den Besuch dieses Seminars nicht benötigt.

Seminaranspruch

Seminare für Betriebsräte, JAV und Schwerbehindertenvertretungen

Betriebsräte 
haben laut § 37 Abs. 6 Betriebsverfassungsgesetz Anspruch auf die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, soweit diese Kenntnisse vermitteln, die für die Arbeit des Betriebsrates erforderlich sind. Dies gilt grundsätzlich für alle hier vorgestellten Seminare. Das Teilnahmerecht besteht darüber hinaus auch bei Seminaren, die besonderes Wissen vermitteln und einen Bezug zur aktuellen oder in naher Zukunft anstehenden Aufgaben des Betriebsrats haben. Dem Betriebsrat steht bei der Frage, ob ein Seminar erforderlich ist, ein Beurteilungsspielraum zu.

Jugend- und Auszubildendenvertretung
haben laut § 65 Abs. 1 in Verbindung mit § 37 Abs. 6 und § 40 Abs. 1 BetrVG Anspruch auf die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, soweit diese Kenntnisse vermitteln, die für die Arbeit des JAV erforderlich sind. Der Arbeitgeber ist zur Freistellung der JAV-Mitglieder und Kostenübernahme bei erforderlichen Seminaren verpflichtet. Seminare sind erforderlich, wenn die vermittelten Inhalte zur Erfüllung der Aufgaben und Pflichten als JAV benötigt werden.

Schwerbehindertenvertretung
gerade die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen bedürfen einer besonders sorgfältigen Schulung auf allen Gebieten, auf denen sie Kenntnisse zur Ausübung ihres Amtes benötigen, da sie eine besonders schutzwürdige Arbeitnehmergruppe vertreten und dabei weitgehend auf sich gestellt sind (LAG Berlin vom 19.05.1988 – 4 Sa 14/88). Die Grundlage für den Anspruch der Schwerbehindertenvertretung auf Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen ist im Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) zu finden. Der Schulungsanspruch ist dort in § 96 Abs. 4 SG IX geregelt: Die Kosten hierfür trägt der Arbeitgeber (§ 96 Abs. 8 SGB IX).

Alle Preise zzgl. gesetzl. MwSt.



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